von Sabine Kloss, Bad Hersfeld
Es war morgens, zwischen halb acht und acht Uhr. Ich war unterwegs mit meinem VW-Bus auf der Autobahn, an einem grauen, etwas regnerischen Montag. Ich fahre gerne Auto, und gewöhnlich macht es mir nichts aus, wenn der Verkehr auch etwas stärker ist.

Die Autobahn war dreispurig, daneben noch der Standstreifen, rechts daneben der Hang. Langsam quälten sich die Lkws den Berg hoch. Ich fuhr auf der mittleren Spur. Im Laufwerk spielte eine schöne CD, bei der ich mitsang: „God is allmighty..."
Plötzlich blinkte rechts neben mir ein weißer Omnibus und zog – ohne zu warten – nach links auf meine Spur herüber. Voller Schreck trat ich voll auf die Bremse. Mein Bus fing an zu schleudern, rutschte quer. Krampfhaft versuchte ich, ihn wieder in die Fahrtrichtung zu bekommen. Mein einziger Gedanke war: Gleich kracht mir jemand in die Seite!
Ich fuhr auf den Hang zu, kurz davor bekam ich meinen Bus wieder in die andere Richtung gelenkt, geriet aber gleich darauf fast an die mittlere Leitplanke. Wieder rechts rum, Richtung Hang, dann wieder auf die Leitplanke zu. Ich schlingerte und zog automatisch den Kopf etwas ein, um den Aufprall abzufangen. Langsam geworden brachte ich meinen Bus zum Stehen: Direkt auf der mittleren Fahrbahn, quer zur Fahrtrichtung mit Blick auf den Hang.
Meine Knie zitterten, als ich den Wagen startete. Ich fuhr in eine Lücke zwischen zwei LKW und setze meine Fahrt immer noch zitternd mit 80 km/h fort.
An mir vorbei rauschten Autos, eins nach dem anderen.
Wo waren die denn nur gewesen, als ich über die ganze Breite von den vier Fahrspuren Zickzack fuhr? Wie ich schon sagte, es war viel Verkehr! Als ich aber schlingerte, war nicht ein anderes Auto an mir vorbeigekommen! „God is allmighty!" Ja, er hat seine Hand zwischen mir und die anderen Fahrzeuge gehalten. Ich wusste es, so, wie man manche Dinge einfach innerlich fest und sicher weiß. Er war mein Schutz, hat mein Leben bewahrt. „Danke, Jesus!" betete ich still.
An diesem Tag fuhr ich langsam und nachdenklich weiter, kam wohlbehalten an meinem Ziel an. Aber es dauerte danach noch lange, bis ich wieder ganz ohne Angst auf der Autobahn an Lkws vorbeifahren konnte.

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