Regionaltag Sued 026Lasst uns ein Segen sein" war das Thema des AGLOW-Regionaltages im Westen unserer Republik. Das wir als Christen ein Segen sein sollen, aber oft nicht sind, ist leider unbestritten. Also: Leicht gesagt, aber schwer getan? Nein. Referentin Ulrike Plessing gab in ihrem Workshop ganz praktische Anleitungen, wie wir zum Segen werden und wie wir beten können.

Regionaltag Sued 002Segnen und gesegnet sein/werden sind Worte, die aus unserem alltäglichen Sprachgebrauch verschwunden sind. Es gibt noch sprachliche Überreste wie „Ich gebe meinen Segen dazu", „Sich regen bringt Segen", „Dieser Regen ist ein Segen", „Kindersegen", erklärte Ulrike Plessing, nationale Gebetskoordinatorin für AGLOW-Deutschland.

Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes „Segnen" setzt sich aus den Worten „benedicere" (Gutes zusagen/wünschen) und „signum" (Zeichen) zusammen. Das heißt: „Wir Christen verstehen unter segnen Gutes zu wünschen, zu reden und zu tun im Zeichen des Kreuzes und im Namen des dreieinigen Gottes. Wir sind dazu autorisiert von Gott", betonte die 56-jährige Referentin aus Überlingen am Bodensee. In der Welt und Kultur der Bibel habe der Segen eine große Rolle gespielt.Regionaltag_Sued_013

Regionaltag Sued 013Aber wie werden wir zum Segen für andere? In dem wir bei uns selbst anfangen. „Wenn wir uns verändern, verändert sich unser ganzes Umfeld", erklärte die ehemalige Stadträtin von Überlingen.

Die knapp 30 Frauen, die im November nach Kaarst bei Düsseldorf zum Regionaltag gekommen waren, bekamen einen Zettel mit Bibelworten in die Hand. Das besondere daran: Sie sind in die „Ich-Form" gesetzt, also: „Ich bin ein Tempel des Heiligen Geistes" (1. Korinther 6,19), „Christus in mir – Hoffnung auf Herrlichkeit" (Kolosser 1,27), „Ich bin eine Geliebte Gottes und eine Heilige" (Römer 1,7).Regionaltag_Sued_019

Regionaltag Sued 019Viele Christen kennen diese Sätze aus der Bibel. „Aber wenn ich solche Worte ausspreche, bekommen sie konkrete Kraft", so Ulrike Plessing: „Ich höre mir selbst zu. Mindestens jeden zweiten Tag proklamiere ich diese Worte laut in meinem Gebetszimmer. Worte haben Macht, damit bauen wir unseren Geist auf." Wenn sie in Not sei, seien ihr diese Worte präsent, werden immer mehr zu meiner Substanz. „Das ist die Wahrheit, das sind wir in Christus. Wir können und sollen unseren Geist damit füttern", betonte die Bäuerin und Familienfrau. Anschließend gab sie konkrete Tipps für Zeiten des Gebets und der Stille, „damit Gottes Geist in uns Gestalt gewinnt":

  • Regionaltag Sued 045Wir sollen uns Zeit nehmen, um eine Liebesbeziehung zu Gott zu pflegen. Gott sagt uns: „Du bist dieLiebe meines Lebens. Ich warte immer auf dich. Du kannst jederzeit zu mir kommen, du musst mich nicht erst gnädig stimmen." Unser Gebet ist keine Pflichtübung, wir pflegen damit eine Liebesbeziehung. Wir können so täglich seine Liebe genießen.
  • Ich kann in diesen Zeiten meine Lasten symbolisch – für mich sichtbar – abgeben, Ärger, Verletzungen, Belastungen ans Kreuz bringen. Einmal in der Woche schreibe ich auf ein Blatt Papier, was mich belastet: Probleme, Bitterkeit, Groll ... Anschließend verbrenne ich diesen Zettel. Solche symbolischen Schritte haben für mich eine enorme Kraft bekommen.
  • Heidi Previti, Regionalleiterin für den Westen, hatte den Regionaltag organisiertEine Hilfe ist es, am Anfang eine Stilleübung zu machen – fünf bis zehn Minuten Stille hält ja heute fastAGlow kein Mensch mehr aus. Es geht darum, Gott kennen zu lernen. Entspannt euch, Gott liebt entspannte Kinder, die nichts anderes tun, als ihm zu folgen.

Stille Übung (aus: Komm in die Stille. Gerth-Medien)

  • Suchen Sie sich einen stillen Ort, möglichst ohne Ablenkungen
  • Beginnen Sie mit fünf bis zehn Minuten Schweigen. Tipp: Wecker stellen, ein paar Mal tief einatmen, „Komm Heiliger Geist!" sagen, entspannte Körperhaltung einnehmen
  • Regionaltag Sued 020Seien Sie still und hören Sie Gott zu. Keine Musik, kein Lesen, bestimmte Erwartungen ablegen, ER ist da.
  • Nach der Stille denken Sie über Ihre Erfahrung nach, wenn nötig, können Sie Notizen in ein Gebetbuch aufschreiben.
  • Danken Sie Gott für die Begegnung und gehen Sie gelassen mit Gott im Gespräch an alles Weitere.

Gottes Wort ist unsere Nahrung. Ich habe ein Geheimnis entdeckt, es stammt aus einer alten Klostertradition: die„lectio divina" (heiliges Lesen), eine Art meditatives Bibellesen. Dabei lese ich nur ein oder zwei Verse, meditiere. Für das hörende Gebet müssen wir fest in Gottes Wort gegründet sein.

Anleitung für die „Lectio Divina" (aus: Komm in die Stille, Gerth-Medien)

  • Regionaltag Sued 006Nehmen Sie sich eine Bibel und suchen Sie sich eine stille Ecke.
  • Sorgen Sie dafür, dass Sie sich wohlfühlen, bleiben Sie aufmerksam. Atmen Sie den Heiligen Geist ein, entspannen Sie sich. Schlagen Sie Psalm 1, 1-3 oder 1. Johannes 1.5-7 auf.
  • Lesen Sie die ausgewählte Stelle viermal laut, langsam und bewusst. Lassen Sie eine oder zwei Minuten Stille nach jedem Lesen zu, damit das Wort in Ihr Herz eindringen kann.
    Lesen: Hören Sie dem Wort Gottes einfach zu.
    Nachdenken: Was berührt mein Leben heute?
    Reagieren: Wozu fordert Gott mich auf?
    Ruhen: Erleben Sie Gottes Gegenwart.
  • Zum Abschluss können Sie Gott danken oder ihn im Schweigen anbeten.

Regionaltag Sued 046Es blieb natürlich auch auf dem Regionaltag nicht bei der Theorie: Ulrike Plessing ließ die AGLOW-Frauen die Übungen gleich praktizieren. Bei der Stille-Übung konnten sie ihre Schwierigkeiten und Lasten aufschreiben und anschließend draußen verbrennen.

Wer von den Tipps von Ulrike Plessing begeistert ist, kann sich ihren Vortrag im Mitgliederbereich als MP3-Datei herunterladen - die ideale Begleitung bei einer langen Autofahrt oder einem Haufen Bügelwäsche ;-))

Das Arbeitsblatt mit der Anleitung T.R.U.S.T. gibt es ebenfalls zum Download im Mitgliederbereich.

 

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