Nexhi und Heidi"Nach Albanien fährst du? Da macht man doch keinen Urlaub!" Diese Sätze hörte AGLOW-Regionalleiterin Heidi Hell öfters,  wenn sie erzählte, wo und wie sie einen Teil ihrer Sommerferien verleben würde. Warum sie das getan und was sie dabei erlebt hat:

Stimmt, Albanien ist vielleicht nicht das typische Urlaubsland. Bestimmt auch, weil es eines der zehn ärmsten Europäischen Länder der Welt ist ... Aber Albanien ist das Partnerland von AGLOW-Deutschland und nicht nur deshalb freute ich mich, dort hinreisen zu dürfen.

Das Erste was mir entgegenschlug, war die alles überwältigende Gastfreundschaft – und natürlich die Hitze von rund 40°C . Ich konnte bei Nexhi Muca, der Leiterin von AGLOW-Alabanien wohnen und erlebte das Land und seine Kultur dadurch hautnah. Nexhi arbeitet übrigens als Dozentin am Goethe-Institut in Tirana, ihr Mann ist Pastor. Nexhi ist eine viel beschäftigte Frau, neben ihrer Arbeit und den Aufgaben bei AGLOW geht sie jede Woche in eine Rundfunkanstalt um zehn Kurzpredigten aufnehmen zu lassen. Diese 15-minütigen Predigten werden dann zweimal am Tag gesendet. Bitte betet auch für Nexhi, denn sie ist gesundheitlich angeschlagen. Sie ist schon eine tolle Frau mit einer besonderen Liebe zu Gott, zu den Menschen, ein starkes Interesse an der Politik und ihren vier Hunden, die mit in ihrer Wohnung leben.
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Die Menschen in Albanien sind sehr herzlich und offen. Als Nordeuropäerin hatte ich mich daran zu gewöhnen, wirklich Gast zu sein. Ich durfte an allen Aktivitäten der albanischen AGLOW-Frauen teilnehmen z.B. veranstalten sie jeden Samstag einen Gebetsmarsch. Dabei gehen Kleingruppen von zwei bis drei Frauen von verschiedenen Richtungen aus auf das Regierungsviertel zu und beten gezielt für die Politiker und die Politik. Das geschieht in etwa sternförmig, und man trifft sich an einem Platz. Danach wird noch eine Tasse Kaffee zusammen getrunken und alle gehen wieder nach Hause.

Ein weiteres Projekt ist das gemeinsame Kochen von Mittagessen von Montag bis Freitag. Dadurch bekommen bedürftige Menschen in der albanischen Hauptstadt Tirana eine warme Mittagsmahlzeit. In der Regel sind es um die siebzig Personen, jeden Alters und es wird in zwei Schichten gegessen.

IMG 0124An einem anderen Tag sind wir (ca. 25 AGLOW-Frauen) in die Berge gefahren. Diese Gegend ist muslimisch geprägt. Dort lebte einmal die gläubige Schwester des Regenten. Wir haben für die Menschen dort gebetet, das war bewegend – nicht zuletzt wegen der umwerfend schönen Landschaft.

Außerdem konnte ich an zwei Gottesdiensten teilnehmen und ich fühlte mich wie zu Hause, nicht nur, weil die gleichen Lieder gesungen wurden (natürlich in Albanisch), es war die Herzlichkeit, die man wie ich denke nur unter Christen finden kann. Manchmal reicht dafür ein Augenkontakt!
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Für mich war es eine super gesegnete Zeit! Nexhi hat immer wieder betont, dass sie es so sehr schätzen, dass wir in Deutschland für sie beten und sie unterstützen. Und das Tolle ist: Man sieht die Früchte! Als ich hörte, dass sich bei jedem Gottesdienst Menschen für Jesus entscheiden, war ich total erstaunt. Wir können hier alle Lesen und Schreiben – für uns ganz selbstverständlich, aber nicht in Albanien! Viele Frauen lernen es durch die Bibelarbeit, wie mir Nexhi berichtete.

Ich hoffe dieser kurze Bericht konnte einen kleinen Einblick vermitteln: von tollen Menschen und einem tollen Land. Die Reise lohnt sich!

Heidi Hell

P.S. Auch die Leiterin von AGLOW-Deutschland, Gisela Schwarzfeller, war vor zwei Jahren in Albanien. Ihren Bericht lesen Sie hier.

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